RECORDING
Im Mittelpunkt standen die wichtigsten Auswahlkriterien für moderne Treasury-Technologie, die Rolle von Konnektivität und Automatisierung, der Umgang mit Legacy-Systemen sowie die Frage, wie Treasury intern überzeugender und strategischer positioniert werden kann. Unsere Speaker haben dabei vor allem betont, dass Technologie nur dann wirkt, wenn sie zukunftsfähig, integrierbar und von den Teams akzeptiert ist.
Panelist lineup:
- 🎙️André Reimers | Head of DACH, Embat
- 🎙️Annette Gilles | Corporate Treasurer & Cash & Liquidity Strategist, treasuryXL
- 🎙️Stephan Albers | Global Head of Treasury, HRS Group
- 🎙️Pieter de Kiewit | treasuryXL Ambassador, Moderator
Key Takeaways
Annette Gilles
1) Treasury-Technologie muss Risiko reduzieren und Zeit für Analyse schaffen.
„Wenn man 60 bis 80% der Zeit mit Datensammlung verbringt, … dann hat man nicht mehr so viel Zeit für die Analyse, und das ist ja doch eigentlich das wichtigere.“
Annette macht deutlich, dass Automatisierung nicht Selbstzweck ist, sondern manuelle Arbeit reduziert, Fehler vermeidet und Treasury von operativer Belastung in Richtung Analyse und Steuerung verschiebt.
2) Einführung endet nicht mit dem Go-live, sondern braucht Pflege und Training.
„Eine einfache Standardschulung … ist nett, aber es reicht nicht. Also, man muss das schon, denke ich, rollenbasiert, machen mehrere Wellen ein paar Super User vielleicht noch implementieren.“
Für Annette ist erfolgreiche Treasury-Transformation ein laufender Prozess: regelmäßige Optimierung, Updates und gezieltes Enablement sind entscheidend, damit das System langfristig genutzt wird.
Stephan Albers
1) Ein gutes TMS muss heute und morgen funktionieren.
„Ein Tms muss nicht nur die Anforderungen abdecken, was du jetzt brauchst, sondern auch das halt eben abdecken, was du vielleicht künftig gebrauchen kannst.“
Stephan betont die strategische Zukunftsfähigkeit: Unternehmen sollten nicht nur aktuelle Prozesse abbilden, sondern auch Wachstums-, Integrations- und Datenanforderungen der nächsten Jahre mitdenken.
2) Treasury entwickelt sich zur proaktiven Funktion mit echtem Business-Impact.
„Technologie ist kein Selbstzweck. Sie schafft Freiraum für wirtschaftende Tätigkeiten … und erhöht ja letztendlich auch die Relevanz.“
Stephan sieht Treasury zunehmend als proaktiven Business Partner, der durch Technologie Freiräume schafft, strategischer arbeitet und die Relevanz der Funktion im Unternehmen erhöht.
Andre Reimers
1) Konnektivität und Echtzeitfähigkeit sind zentrale Treiber moderner Treasury-Setups.
„Was sind konkrete Beispiele? Also, ein Kunde von uns … die haben mehrere eine Million an Transaktionen pro Woche … ohne Api-connectivity geht das zum Beispiel nicht.“
Andre zeigt, dass moderne Treasury-Lösungen mehr als Bankanbindungen brauchen: APIs, Echtzeitdaten und eine breitere Finanzinfrastruktur sind entscheidend, um Skalierung und Komplexität zu beherrschen.
2) Treasury-Impact entsteht durch Harmonie von Daten, Automatisierung und Optimierung.
„Der dritte Schritt … ist die Optimierung … wie kann ich durch die Datenharmonisierung eine bessere Allokation meines Kapitals gewinnen.“
Für Andre liegt der Mehrwert von Treasury Tech darin, Daten besser zu nutzen, Kapital effizienter einzusetzen und über Cash hinaus echte Optimierungspotenziale zu erschließen.
Gesamtsummary
Die Session hat klar gezeigt, dass modernes Treasury heute weit über Excel und reine Prozessverwaltung hinausgeht. Entscheidend sind Lösungen, die skalierbar, integrierbar und zukunftsfähig sind und gleichzeitig messbaren Mehrwert für CFOs und Treasury-Teams liefern. Besonders deutlich wurde, dass Technologie nur dann erfolgreich ist, wenn sie sauber eingeführt, laufend weiterentwickelt und von den Nutzern angenommen wird. Treasury wird damit immer stärker zu einer proaktiven, datengetriebenen Funktion mit strategischer Bedeutung.
The biggest challenge is no longer only to teach treasury, but to help treasurers claim their place in the strategic conversation. So the question is: who will take the lead in making that shift happen?






